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Elektromobilitätsprojekt E-Carflex Business weiter entwickelt/ Stadtwerke präsentieren drei neue Elektroladesäulen

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat das Elektromobilitätsprojekt “E-Carflex Business” gemeinsam mit den drei Partnern Stadtwerke Düsseldorf AG, Drive-CarSharing GmbH und Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH sowie mit dem Kooperationspartner Rheinbahn AG weiter entwickelt. Bisher konnten die städtischen Elektrofahrzeuge nur dienstlich eingesetzt werden. Ab Donnerstag, 15. Oktober, können die Beschäftigten der Landeshauptstadt die elektrischen Dienstfahrzeuge nun auch in ihrer Freizeit nutzen. Die Fahrzeuge stehen ihnen abends und an Wochenenden zu marktüblichen Preisen zur Verfügung. “Wir möchten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fahrzeuge auch privat nutzen und damit Erfahrungen machen können. Die Elektroautos der Stadt eignen sich je nach Typ mit ihren Reichweiten von bis zu 170 Kilometern hervorragend für Fahrten im Stadtgebiet und im näheren Umland”, betonte Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Damit die von den Beschäftigten privat ausgeliehenen Fahrzeuge auch nach der Dienstzeit rund um die Uhr zurück gebracht und wieder aufgeladen werden können, haben die Stadtwerke Düsseldorf am Technischen Rathaus, Auf´m Hennekamp 47, die ersten drei Elektroladesäulen für die Stadtverwaltung eröffnet. Sie sind öffentlich zugänglich.

Die Rheinbahn macht allen städtischen Beschäftigten, die ein Rheinbahn-Firmenticket abonniert haben, zusätzlich ein besonderes Angebot. Diese Mitarbeiter können die Chipkarte des Firmentickets ohne Aufpreis für die Nutzung des E-Carflex-Pools verwenden. Mit der Chipkarte können sie die Elektrofahrzeuge ganz einfach öffnen. Das bedeutet, dass sie keine zusätzliche E-Carflex-Kundenkarte benötigen. Die Rheinbahn startet mit diesem Pilotprojekt ein neues Angebot, das in Kooperation mit der Drive-Car Sharing GmbH erarbeitet wurde.

Im Rahmen des Modellvorhabens E-Carflex Business soll unter anderem die Wirtschaftlichkeit von Elektromobilität untersucht werden, wobei diese durch hohe Auslastungen der Elektrofahrzeuge positiv beeinflusst werden kann. “Die Landeshauptstadt Düsseldorf möchte gemeinsam mit ihren Projektpartnern durch E-Carflex Business herausfinden, wie wirtschaftlich Elektrofahrzeuge in betrieblichen Flotten in Kombination mit einer privaten Nutzung betrieben werden können”, erläutert die Umweltdezernentin.

Die Stadtwerke Düsseldorf sind seit mehr als sechs Jahren auf dem Gebiet der Elektromobilität aktiv und zählen damit im Bereich der Ladeinfrastruktur zur Spitzengruppe im Vergleich deutscher Großstädte. Sie haben im Laufe des Projektes E-Carflex bisher 15 neue Ladestationen im Stadtgebiet installiert. Bis zum Projektende 2016 wird sich die Anzahl auf 30 Ladesäulen erhöhen. Aktuell stellen sie den Menschen nun mehr als 50 öffentlich zugängliche Stromtankstellen mit über 130 Ladepunkten im Großraum Düsseldorf zur Verfügung.

Hintergrund: E-Carflex Business

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat im Jahr 2013 das Elektromobilitätsprojekt “E-Carflex Business” gestartete, in dem ein gemeinsam von den drei Projektpartnern Stadtwerke, Drive-Car Sharing und Stadt genutzter Fahrzeugpool mit insgesamt 31 Elektroautos aufgebaut wurde. Drive-Car Sharing stellt dem Düsseldorfer Projekt elf Opel Ampera und einen Tesla Modell S zur Verfügung. Die Stadtverwaltung hat zehn und die Stadtwerke haben neun Elektrofahrzeuge für den Pool gekauft, darunter attraktive Modelle wie BMW i3, E-Smart oder den VW eUp. Der elektrisch betriebene Kastenwagen Renault Kangoo Z.E. rundet das Angebot ab.

Vom Projektpartner Drive-Car Sharing werden im Projekt die administrativen Arbeiten für den Pool, wie Kunden- und Fahrzeugverwaltung, die Buchungsprozesse, Abrechnung und die Fahrzeugtechnik verantwortet. Grundsätzlich kann bei dem Car-Sharing-Unternehmen zwischen der E-Mobilität und einem konventionellen Fahrzeugangebot, kombiniert mit einem ÖPNV-Angebot, gewählt und so weiteren Nutzergruppen ein Zugang zum Fahrzeugpool gewährleistet werden.

Der Projektplan von E-Carflex sieht vor, dass die Autos stufenweise immer mehr Nutzern zugänglich gemacht werden. Zuerst sollen sie nur bei Stadt und Stadtwerken betrieblich genutzt werden. Anschließend sollen die Mitarbeiter sie auch privat nutzen können, was nun ab 15. Oktober umgesetzt wird. Schließlich soll geprüft werden, ob sie allen Düsseldorfern nach Dienstschluss zur Miete angeboten werden können.

Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie berechnet die Wirkung auf die Wirtschaftlichkeit bei der zusätzlichen Privatnutzung durch die Beschäftigten. Das renommierte Institut ist als Projektpartner für die Begleitforschung im Modellvorhaben zuständig. Es untersucht neben den Umwelteffekten auch die Akzeptanz der Fahrzeuge bei den Mitarbeitern.

Das Projekt E-Carflex Business wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von 2,24 Millionen Euro gefördert. Die Koordination des Förderprogramms für Elektromobilitätsprojekte verantwortet die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) in Berlin.